Gleich ist wieder Therapie. Das letzte Mal dieses Jahr. Dr. Freud hat extra einen Ausweichtermin eingerichtet, damit wir uns nochmal vor Weihnachten zusammensetzen können.
Ich möchte nicht hingehen. Bin enorm nervös, abgespalten, verwirrt. Mir ist mein Kopf gerade zu viel.
Wir wollen über Weihnachten sprechen. Heute und früher. Allein bei dem Gedanken möchte ich weglaufen und mich verstecken. Die Vorstellung diese Dinge zu bereden, löst Angst und Unbehagen aus. Ich möchte das vermeiden und davon ablenken. Mich nicht mit diesen Momenten konfrontieren müssen. Dabei weiß ich, dass es notwendig ist. Dass ich hinsehen und aushalten muss. Nur so hört es vielleicht irgendwann auf. Vielleicht.
Wolkentänzerin
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