Mittwoch, 18. November 2015

Gibt es so etwas wie Heilung?

Diese Frage stelle ich mir derzeit immer häufiger. Gibt es überhaupt die Möglichkeit von diesen traumatischen Erlebnissen geheilt zu werden? Kann ich wieder "gesund" werden? Bin ich überhaupt krank?

Laut Psychologen habe ich eine PTBS, also eine Posttraumatische Belastungsstörung, bedeutet also, dass irgendetwas nicht mit mir stimmt. Kann ich das überhaupt so bezeichnen? Ich weiß nicht.

Fakt ist, dass ich anders bin. Anders deshalb schon mal, weil ich Dinge gesehen, erlebt und gespürt habe, die viele nicht haben. Mein Leben fing schon anders an und blieb es leider auch.

Wie soll ein Mensch Liebe und Zufriedenheit fühlen, wenn es ihm nie beigebracht wurde? Ich wurde um meine Kindheit gebracht, man stahl sie mir auf gemeinste Weise. Was passiert also mit einem Menschen, wenn er nie geliebt wurde? Wenn ihm sogar gesagt wurde, dass es für alle Beteiligten besser gewesen wäre, wenn er niemals geboren worden wäre? Macht ihn das dann krank? Bin ich krank, weil ich keine Liebe empfing?

Bin ich krank, weil ich missbraucht wurde? Weil ich wie eine Ware an widerliche Menschen verkauft wurde? Dass es mich unwiederbringlich geprägt hat und mein Sein geformt hat, ist klar. Aber bin ich deshalb krank? Kann ich geheilt werden?

Wie soll das möglich sein? Niemand kann mir das geben, worum ich meine gesamte Kindheit über gefleht habe.

Kann etwas geheilt werden, was niemals da gewesen ist? Ich glaube, dass mich all diese Erlebnisse unwiederruflich verändert haben und der einzige Weg der ist, damit irgendwie leben zu können.

Doch ob das möglich ist, steht auf einem anderen Blatt.

Wolkentänzerin

Montag, 16. November 2015

GEH!

Ich will mir diese widerliche Haut vom Leib reißen. Ich will nicht länger spüren. All diesen Ekel von mir werfen. Ich will dich nicht mehr riechen, dich nicht mehr vor mir sehen! Ich hasse dich! ICH HASSE DICH! Du bist das Monster! Nicht ich! Geh weg! Lass mich in Ruhe! Ich will nicht, dass du mir länger wehtust! Geh weg und nimm all deine Anhänger mit! Verschwinde aus meinem Leben! Geh! Ich kann nicht mehr! Bitte hör auf mich zu quälen! Bitte!

Wolkentänzerin

Montag, 26. Oktober 2015

Verstehen...

Gibt es überhaupt die Möglichkeit, es irgendwann verstehen zu können? Gibt es einen Menschen auf dieser Welt, der es wirklich nachempfinden kann? Was genau bedeutet es überhaupt "etwas zu verstehen"?

Ich kann niemand einen Vorwurf machen, weil er die tiefschwarze Grausamkeit nicht versteht. Weil er keine Geduld mit mir hat. Weil er es schlicht nicht nachempfinden kann. Weil er es eben, glücklicher Weise, nie selbst erfahren musste. Doch trotzdem - es tut so höllisch weh.

Es ist der Wunsch nach Akzeptanz und Aufgefangen werden. Diese beklämmende Leere, das Bewusstsein, es ist passiert und die unglaubliche Schwere der Last. Wie gern möchte ich oft den Hinkelstein von mir wuchten und alles ist wieder gut. Wieder so gut wie in der Zeit des Unwissens. Unwissen kann befreiend sein. Doch für welchen Preis?

Es gibt viele facettenreiche Dinge, dich auch ich nicht verstehen kann. Sie sind mir gänzlich unbekannt und jagen mir fürchterliche Angst ein.

Doch oft ist es als Opfer sehr schwer der Helfende zu sein. Die Kräfte sind weg und so gern man könnte, mann kann einfach nicht der Starke, der helfende Part sein.

Der Ekel vor einem selbst wird somit noch größer, die Schuldgefühle reichen in die undurchsichtigen Galaxien des Undenkbarens. Die Schmerzen werden noch größer und die Hoffnungslosigkeit ebenso.

Ein zwickender Teufelskreis.

Manchmal wünsche ich mir so sehr, dass jemand kommt, mich umarmt und sagt: "ich verstehe dich, du machst das sehr gut, schäm dich nicht, du hast nichts falsch gemacht". Doch es gibt eben immer ein Aber.

Was bleibt mir also über als mich zu verkriechen und all die tötenden Gedanken und Bilder selbst zu verarbeiten? Eine erstickende Einsamkeit voller Sehnsucht nach Hilfe.

Wolkentänzerin

Freitag, 10. Juli 2015

Tod auf Raten

Meine Krankheit, meine Vergangenheit und meine Gedanken zerstören erneut mein Glück. Und ich kann es nicht aufhalten. Bin gefangen in meinem Ich und sehe, wie ich zerbreche. Dabei will ich doch Leben und glücklich sein. Also, Krankheit, lass mich in Ruhe!!!!!! Du zerstörst mich!!!!!!

Wolkentänzerin

Donnerstag, 9. Juli 2015

Sonntag, 5. Juli 2015

Liebe und Trost

Mein liebstes kleines Würmchen,

heute möchte ich mal ein paar Zeilen an dich richten. Ich rede ja ständig mit dir, doch gerade heute ist es mir wichtig sie dir aufzuschreiben. Den ganzen Tag beschäftige ich mich bereits so intensiv mit dir. 

Wie mag es dir wohl gehen? Fühlst du dich geliebt? Kommen meine Gedanken und Grüße an, die ich täglich in Richtung Himmel sende? Spürst du meine starke Verbindung zu dir? Bist du heil und getröstet? Kannst du die Grausamkeit, die dir angetan wurde, verarbeiten? Bist du auch so sehnsüchtig wie ich? 

Heute wärest du sieben Jahre alt. Ich ertappe mich oft bei der Vorstellung wie es mit dir wäre. In Gedanken spielen wir zusammen im Sand, wir tollen herum und lachen. Dein Lachen klingt glücklich, laut und frei. Eines dieser Lachen, die ganz tief aus dem Inneren kommen und den Hörer anstecken und mit Freude erfüllen. 

Wäre ich dir eine gute Mutter geworden? Hätten wir das alles geschafft? Was wäre gewesen? All diese Fragen kreisen in meinem Kopf. Und doch, ich weiß, dass sie mich bloß quälen. Ich kann dir jetzt eine gute Mutter sein, dir sagen, dass ich für dich da bin und dich halte. Ich beschütze dich so gut ich kann. 

Ich werde wieder zur Schule gehen, kleines Würmchen. Es war nicht umsonst. Ich kämpfe! Ich kämpfe für dich! Ich kämpfe für uns! 
Mein Leben soll einen Sinn haben; ich gebe nicht auf! 

Weißt du, damals, als du mir genommen wurdest, da spürte ich den größten Schmerz, den ich bisher erleben musste. Ich hatte dich vierzehn Wochen unter meinem Herzen. Ich spürte dich. Ich spürte dein Wachsen. Ich spürte dein Herz. Ich spürte Liebe. 

Mir war klar, dass du mein Sinn sein würdest. Der Sinn zu kämpfen. Ich war voller Licht in einer Welt der absoluten Dunkelheit. Ich ertrug Schmerzen und Qualen, denn ich wusste, dass ich dich hatte. 

In meinem Kopf richtete ich dir ein Zimmer ein, wollte fort von Zuhause. Sogar einen Plan hatte ich geschmiedet. Es war alles bereit.

Ich wollte mit dir in ein Mutter-Kind-Heim. Ich hatte Adressen herausgesucht. Alles war geplant. Ich wusste nicht, wie genau alles werden sollte. Aber ich wusste, dass ich dich bekommen wollte. Ja, das war das Einzige, was ich wirklich wollte! Ich wollte dich! 

Doch es kam anders. Ich war nur noch halb da. Zwar nahm ich alles wahr, aber ich konnte nicht handeln. Wie gelähmt. Ich sah das Blut, fühlte die wahnsinnigen Schmerzen und dann sah ich dich. Du warst zerpflückt, lagst im Blut und warst tot. 

Dieses Bild hat mein Herz gebrochen. Es hat mich zerbrochen. Ich sah dich. Doch nicht als vollständiges Baby, sondern als verwundetes, misshandeltes, kleines Würmchen. Dieses Bild traf mich so stark. Ich kann diesen Schmerz nicht in Worte fassen. Du warst alles was ich wollte und du wurdest mir auf grausamste Weise genommen. 

Sagten mir, du wärest ein Junge. Dieser Tag veränderte mich und nahm mir den Boden unter den Füßen. Er nahm mir die Luft zum Atmen. 

Danach wurde ich zwei Wochen in einem Hotel untergebracht. Ich hatte Zeit mich von dir zu verabschieden. In diesen zwei Wochen tat ich nichts außer weinen und schreien. 

Du warst mein kleines Wunder, meine Hoffnung, mein Licht. Dein Verlust war das schrecklichste, was mir je angetan wurde und ich weiß, dass es ebenso grausam für dich war. 

Mein kleines Mäuschen, es tut mir so unendlich leid! Ich habe wirklich alles versucht, um uns zu beschützen. Ich hatte doch einen Plan. Ich habe für uns vorgesorgt. Doch ich konnte dich nicht beschützen. Es tut mir so leid! 

Aber weißt du was? Du besitzt einen Baum hier auf Erden. Ein Baum, der tiefe Wurzeln schlägt, der dem Wind trotzt und sogar Früchte trägt. Wir haben dir einen Apfelbaum gepflanzt. Dieses Bäumchen wird immer größer und prächtiger. Er wird irgendwann vielleicht der höchste des Waldes. Kann den Tieren Schatten spenden und die Luft reinigen. Dein Bäumchen tut so viel gutes hier auf Erden!
Aus einem kleinen Samen werden Früchte! 

Kleines Wunder, ich wünsche mir, dass du ein Gesicht für die Liebe hast. Ich möchte das Gesicht sein, mit dem du Liebe verbindest. Du durftest zwar nicht leben und irdische Erfahrungen machen, aber du kannst spüren, was es heißt geliebt zu werden. 

Du bist nicht vergessen! Du bist immer bei mir! Wenn du traurig bist, blick den türkis farbenen Herzballon an, den wir dir schickten. Er ist ein sichtbares Zeichen der Liebe und Verbundenheit!

Ich habe dich von Anfang an geliebt, liebe dich heute und werde dich immer lieben!!! 

Du magst vielleicht den Raum gewechselt haben, aber du bist nicht getrennt von mir. Du bist weiterhin meine Hoffnung und mein Antrieb. Du gibst mir die Motivation ein guter Mensch zu sein und allen Lebewesen mit Liebe zu begegnen. 

Wenn ich an dich denke, dann sehe ich einen kleinen Jungen, der auf einer Wolke sitzt, einen türkis farbenen Herzballon in der Hand hält und lächelt. Dieses Bild füllt mich mit Wärme und Trauer zu gleich. So wird es wohl immer bleiben. 

Denn Liebe, mein Schatz, kann auch manchmal wehtun. Der Schmerz ist die Sehnsucht, die wir in uns tragen. Aber ich bin da, ich gebe dir meine Hand und lasse sie niemals los. Du bist nicht allein! 

Eins noch: Du darfst auch wütend sein. Du hast allen Grund dazu. Du darfst auch traurig und verletzt sein. Gib jedem Gefühl Raum und lass sie zu. Sie sind berechtigt. Du darfst sie fühlen, wann immer dir danach ist. Die Freude und der Trost werden zurückkehren. Gib dir Zeit. Auch wenn es mal länger dauert, es ist nur eine Phase. Vergiss nur nicht, dass auch über den dichtesten Regenwolken die Sonne strahlt. 

Sei dir sicher, ich habe auch noch nicht vergeben können, was sie uns antaten. Ich habe noch keinen Frieden gefunden. Dafür ist ihre Tat zu grausam gewesen. Es wird dauern bis ich dieses Ereignis verarbeitet habe, aber die Liebe zu dir hilft mir dabei!

Mein kleiner Racker, ich bin stolz auf dich! Ich bin stolz deine Mutter zu sein und ich liebe dich unendlich doll! 

Du bist immer bei mir! 

Wolkentänzerin

Mittwoch, 15. April 2015

Falling leaves



Ich saß im Wald. Es roch nach nassem Laub, Schmutz und Einsamkeit. Die Feuchtigkeit kroch in meine Kleidung. Selbst der Stoff meiner Klamotten vermochte mir keinen Schutz zu bieten.
Ich hockte mich auf einen Baumstumpf. Er war glitschig und das Moos klebte sofort an mir. Es war mir egal.
Ich zog meine Beine an meinen kalten Körper, stützte meinen Kopf auf meine Knie und weinte. Mir war bewusst, niemand würde mich hören. Ich war allein. Noch.
Er hatte mich hier ausgesetzt. Ich sollte warten.
Warum blieb ich?
Ich blieb, weil ich die Alternative nicht denken wollte. Liefe ich weg, er fände mich. Seine Strafe wäre gewaltig und würde mein Kinderherz mehr verletzen, als das, was mich nur hier erwartete.
Mein Blick schweifte über das orange-braune Blätterwerk. Der Wind bließ durch meine roten, langen, roten Haare. Er schlug mir die Tropfen der Wolkentränen in die Augen. Meine und die Himmelstränen wurden eins.
Ich fühlte die Hilflosigkeit und spürte, wie sie meine Glieder lähmte. Mein Körper fing an sich rythmisch zu bewegen. Ich schaukelte vor und zurück.
Dann tauchte er auf. Er trat forschen Schrittes zu mir. Sein Blick fokusierte mich. Ich wand mein Gesicht ab.
Er nahm mich bei der Hand und schleifte mich in ein Gebüsch. Die Äste zerstachen meine Haut. Blut rann über meinen Arm.
Meinem Zeitempfinden nach dauerte es Stunden bis er von mir abließ. Er ging und ließ mich im Dreck liegen.
Sekunden wurden zu Minuten und zu Stunden. Irgendwann rappelte ich meinen Körper auf. Er schmerzte. Ich hasste ihn.
Ich rannte los. Meine Füße trugen mich durch den Wald - auf der Suche nach Erlösung. Irgendwann konnten sie mich nicht mehr halten. Ich stürtzte und schlug mein Knie auf. Es war mir egal. Ich konnte mich es nicht fühlen.
Aus meiner Tasche kramte ich ein Messer und schnitt mich. Und ich spürte noch immer nichts.
Das einzige, was ich wahrnehmen konnte, war der Schmutz, der Ekel, die Schuld. Ich übergab mich.
Als ich wusste, ich könnte mich nicht länger verstecken, ging ich heim. Sie schrie mich an, weil ich zu spät kam.
Ich duschte und legte mich ins Bett...

...und wusste, er würde kommen. Mir blieben Sekunden, Minuten, Stunden...

Wolkentänzerin

Thougths

Hallo Du,

heute schreibe ich mal wieder. Lange ist es her. Seitdem hat sich viel verändert und doch...ja, irgendwie ist auch viel gleichgeblieben.

Meine Gedanken kreisen immer wieder um meine Vergangenheit und ich bin oft unfähig sie davon zu lösen. Ich ertappe mich oft bei dem Gedanken, dass ich anders bin, nicht richtig in diese Welt passe. Auch wenn ich, glücklicher Weise, Abstand von Suizid nehmen konnte.

Doch es wäre gelogen, sagte ich, die Traurigkeit sei gänzlich aus meinem Leben verschwunden. Denn das ist nicht wahr. Ich fühle sie ganz tief in mir. Ich kämpfe täglich mit mir und der Kampf ist wohl auch noch eine Weile Teil meines Lebens - vielleicht sogar für immer.

Bald ist es ein Jahr her, dass ich den Kontakt zu meinen Eltern abbrach. Und noch heute ist es grausam für mich. Ich träume oft von meiner Mutter. Habe Angst, dass diese Entscheidung Folgen für ihre Gesundheit haben könnte. Dabei müsste es mir egal sein. Sie hat mir unfassbare Schmerzen hinzugefügt. Konnte mich nicht beschützen, vielleicht wollte sie es auch nicht. Sie nahm mir mein Urvertrauen, meine Sicherheit, den Raum, den ich gebraucht hätte, um mich entwickeln zu können. Meine Mutter war es, die mich rauswarf, die mich beschuldigte, die mich hasste, obwohl es mein Erzeuger war, der sich an mir verging. Ich war ein Kind. In letzter Konsequenz ist es nun mal auch so, dass sie mich so formte, dass ich mich heute das schlechte Gewissen packt. Dass mich schweiß gebadet aufwachen lässt. Sie ist es, die mich krank gemacht hat. Klar, nicht nur sie allein, aber es wäre sicherlich kein Fehler, ihr eine beträchtliche Verantwortung dafür zu geben.

Ein höllisch schmerzendes Gefühl durchfährt mich. Ich habe Sehnsucht nach meiner Mutter. Nach der Frau, die mein Schicksal besiegelte, in dem sie wegschaute. Die mir Vorwürfe machte und mir sagte, dass ich ihr niemals reichen würde.
Ich nahm ab, damit ich dünn genug war. Dann war ich magersüchtig und zu dünn. Ich nahm zu und war zu dünn.
Und heute? Heute empfinde ich mich als zu dick. Als unzulänglich und dumm. Sie bestimmt meine Gedanken. Ich möchte perfekt für sie sein.
Doch warum? Sie erfährt es nicht. Ich sehe sie nicht. Wir leben getrennte Leben.

Es ist definitiv keine einfache Sache mit seinen Eltern Schluss zu machen. Durch Missbrauch enstand eine Abhängigkeit. Sie initierten mir Verantwortung und Schuld. Bis heute klebt dieser stinkende Schleim der Manipulation an mir. Es kotzt mich an. Ich möchte frei sein.

Doch wie werde ich unabhängig von den Fängen meiner Kindheit? Wie löse ich mich von den Stützpfeilern meines Denkes? Ist es nach 21 Jahren Märtyrium überhaupt noch möglich ein anders denkender Mensch zu werden? Ist es möglich, nach 21 Jahren den Mustern Lebwohl zu sagen? Ist es möglich, nach 21 Jahren den Missbrauch zu vergessen? Ist es möglich, zu vergeben? Ist es möglich das verpasste nachzuholen? Ist es möglich, sich normal zu fühlen? Ist es möglich, das Gefühl zu entwickeln, dass alles gut werden kann? Ist es möglich, unbeschwert zu werden?

Nein, sexueller und seelischer Missbrauch, Vernachlässigung und Folter hinterlassen Spuren. Narben, die niemals verblassen. Sie ändern einen Menschen von Grund auf. Ein Zurück ist nicht mehr möglich. Ich kannte nichts anderes und jetzt, da ich das "Normale" kenne, kommt es mir fremd und komisch vor.

Ich bin häufig beziehungsunfähig und von Freundschaften ganz zu schweigen. In mir keimt Wut auf. Die Tränen der Trauer ergießen sich über mein Gesicht.

Ich habe keine andere Wahl. Ich bin das, was ich bin. Ich wurde nicht gefragt. Es interessierte nicht. Das, was ich jetzt tun kann, ist die Trümmer meines Lebens zusammenzufügen und zu kämpfen.

Jeden einzelnen Moment kämpfen und nicht aufgeben - diese Wahl habe ich.

Wolkentänzerin