Freitag, 4. April 2014

Tag ein Tag aus

Ich kann nicht mehr. Mir ist übel, ich bin schwach, durch meine Augen sehe ich die Dinge nur noch verschwommen. Seit Tagen habeen sich dazu noch starke Magenkrämpfe gesellt, sodass ich mich absolut schrecklich fühle.
Gestern hatte ich Therapie und wir haben bloß über das Wetter, das Wochenende, meine Katze, meinen Bruder und über Handtaschen gesprochen. Warum? Weil ich sagte, dass ich es leid bin über mich zu reden. Ich möchte das nicht mehr.
Das Wissen, bald in die Klinik gehen zu müssen und dieser Aufenthalt immer näher rückt, löst riesige Angst in mir aus. Klar, es soll mir helfen, aber es wird verdammt hart.
Mein Psychologe sagte gestern noch, dass er mich nach der Klinik erstmal krankschreiben würde, da er denkt, dass ich danach nicht fähig sein werde, arbeiten zu können.
Der Klinikbesuch ist eben keine Wunderheilung. Ich bin nicht gesund, wenn ich darauskomme. Wobei...eine Heilung gibt es ja auch gar nicht. Es ist ein Lehrgang, um damit leben zu können.
Diese Erkenntnis, dasss viele Symptome bestehen bleiben werden und ich bloß lernen werde damit zu leben, ist irgendwie eine schmerzhafte. So sehr wünsche ich mir, es würde einfach weggehen. Ich wäre einfach unbeschwert.

Gestern bin ich erneut auf einen aufdringlichen Studenten von der Arbeit gestoßen und er hat mich zugetexte. Von wegen er wäre der beste Partner für mich, ich könne ja noch sooo viiiel von ihm lernen und ob ich nicht mit ihm mit nach Hause kommen möchte. Nein, sicherlich nicht. Doch er will mein Nein nie akzeptieren. Er hört nicht auf, folgt mir bis zum Bahnhof und sagt, ich habe auch Interesse an ihm und würde mich sicher auch gewisse Dinge mit ihm Vorstellen. Ach tue ich das? Ja na klar, vorallem ich.
Solche Menschen schaffen es jedes Mal mich zu verunsichern, mich nervös zu machen und mich für mich zu schämen. Es gelingt ihnen mir Gedankenmuster einzureden und mich schuldig zu fühlen. Dabei bin ich kein Opfer mehr. Oder eben doch?

Wolkentänzerin

Kommentare:

  1. oh, oh ... alles soooo traurig? .. viel glück, vielleicht kommt ja noch die wende zu mehr lebensfreude :-)

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  2. Das ist schon Stalking, was diese Student da macht...

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  3. Ich kenne dieses Gefühl während der Psychotherapie einfach nicht mehr über sich und seine Probleme reden zu wollen. Ich kenne auch die Angst vor einem Klinikaufenthalt. Anfang des Jahres habe ich ähnliches durchgemacht... mir stand ein 5 wöchiger Aufenthalt in einer psychosomatischen Rehaklinik bevor und ich hatte Angst... mehr als das... schon fast Panik. Am Ende war überhaupt nicht so schlimm, wie erwartet... ich habe sogar noch 6 Tage drangehangen. Was ich damit sagen will... versuch dich nicht vorher verrückt zu machen. Gib dem Ganzen eine Chance... ich weiß, es ist schwer. Aber es zu zergrübeln und sich vorzeitig verrückt zu machen, ändert ja nicht daran, dorthin zu "müssen".

    Bleib tapfer

    http://loveheartpeaches.blogspot.de/

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