Mittwoch, 16. April 2014

Es gibt Neues

Nächste Woche werde ich wohl endgültig in die Klinik gehen. Geplant sind 12 Wochen stationäre Therapie.
Zufälliger Weise oder besser durch glückliche Umstände bin ich Teil einer Studie geworden. Die Psychologen möchten herausfinden, auf welche Therapieform Probanden wie ich am besten reagieren und welche den erwünschten Erfolg haben.
Zwei Tage lang habe ich eine intensive Analyse mitgemacht, bei der herausgefunden werden sollte, wie spezifisch und ausgeprägt meine Störungsbilder sind und ob ich somit überhaupt ein geeigneter Kandidat für die Studie sein könnte. Mir wurden Fragen gestellt über meine Vergangenheit, nicht mal das kleinste Detail wurde ausgelassen, darüber hinaus sollte ich explizit beschreiben, wie meine Symptome aussehen und wie sehr ich darunter leide.
Jedoch sind sie sich bisher nicht sicher, was ich denn nun genau habe, weshalb ich nun für zwei verlaufende Wochen zur stationären Diagnostik eingeladen wurde. Anschließend beginnt dann entweder die Studie oder aber ich werde wie alle anderen Patienten betreut und erhalte die Therapien,  die bisher eben üblich war. Verlieren kann ich somit schon mal nicht.

Doch mich packt die Angst, je näher ich der Aufnahme komme, desto schlimmer wird es. Ich esse kaum, kann nicht schlafen, bin furchtbar erschöpft, habe krasse Aussetzer und Flashbacks...kurz: ich fühle mich elendig.
Auf der Arbeit arbeite ich diejenige ein, die meinen Platz einnehmen wird, ein seltsames Gefühl. Es ist alles so endgültig und trotz des Wissens, dass mir bloß geholfen werden soll, fühlt es sich nicht gut an.

Morgen habe ich ambulante Therapie und werde meinen Doc fragen, ob er mich nicht krank schreiben könnte. Ich kann einfach nicht mehr.

Wolkentänzerin

Kommentare:

  1. Ich wünsche dir ganz ganz viel Glück! ♥

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  2. Das mit der Studie hört sich ganz gut an, finde ich.
    Denn damit wäre bestimmt eine intensivere Auseinandersetzung verbunden.
    Ich wünsche Dir alles gute für diese Zeit, Wölkchen!

    Liebe Grüße, Tamaro

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