Freitag, 21. März 2014

Klappe - die Vierte

Tropf tropf tropf tropf......nachdem wir gestern mit einem wunderbaren sonnigen und sogar warmen Tag verwöhnt wurden, ist der Regen heute wieder zurückgekehrt. Draußen ist es grau und ungemütlich, nur sehr unfreiwillig trete ich vor die Tür, doch der Hund meiner Eltern muss ja schließlich ausgeführt werden. Mit Argwohn schlüpfe ich in die Gummistiefel und ziehe mir eine dicke Jacke meines Vaters über und wage mich langsam hinaus. Mein Blick schweift über die trostlosen Felder auf denen gestern noch ordentlich geschuftet wurde, um auf nahenden Frühling vorbereitet zu sein. Heute hingegen ist kein fleißiger Bauer zu sehen. Der Schleier aus Wolken am Himmel scheint zu weinen. Im Grunde ist es genau das Wetter, das mir vor einiger Zeit den Titel meines Blogs verschaffen hat. Manchmal habe ich das Gefühl, dass in mir ein ebenso trauriges trostloses Wetter herrscht, dass sich, zugegeben, ab und an mit einem Hurricane oder gar Tornado abzuwechseln scheint. Wenn ich so darüber nachdenke, muss ich mir eingestehen, dass ich schon lange keinen sonnigen Tag in mir erlebt habe und ganz vergessen habe, wie sich das anfühlt.
Am gestrigen Frühlingsanfang hatte meine Mutter Geburtstag, was ich zum Anlass nahm, um einen Kurzurlaub zu machen. Ich fuhr also 3 Stunden mit dem Zug hierher und verbrachte den Tag im Großen und Ganzen damit, den Haushalt zu machen, zu backen, zu kochen und mich überall, wo es nötig war, einzubringen. Eigentlich war das gar nicht mal so schlecht, denn derzeit kann ich jede Ablenkung gebrauchen, die sich mir in irgendeiner Weise bietet.
Naja und die Wahrheit ist auch: Ich befinde mich aus Selbstschutz bei meinen Eltern. Hier oben, im Norden unseres Landes, ist die Wahrscheinlichkeit eines Suizides meinerseits schwindend gering. Ich schätze, wäre ich jetzt noch Zuhause, naja, dann wäre ich wohl wieder unterwegs und würde munter an mir herumschneiden, mich qäulen und vielleicht sogar dabei hops gehen. Lange Rede, kurzer Sinn, ich bin für vier Tage bei meinen Eltern und lenke mich mit allerlei Haushaltskram ab. Es könnte nun wirklich schlimmer sein.
Meine dunklen Gedanken sind zwar weiterhin am kreisen, haben aber keine bedrohliche Wirkung auf mich.

Das einzige, was mich belastet, ist zu wissen, dass ich Sonntag zurück nach Hause muss und alles wieder so sein wird wie vorgestern....

Wolkentänzerin

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