Mittwoch, 20. November 2013

Hallo Welt,

 heute scheint die Sonne und ich hatte eben ein wirklich gutes Gespräch. Ein Gespräch, das mir Kraft gegeben hat und das Wasser für meine kleine angekratzte Hoffnungspflanze ist. Zwar bin ich noch immer tief gefangen in meiner Suizidgedanken und es wäre definitiv vermessen zu sagen, ich komme jetzt zurecht. Aber es tat mir gut. Es zeigt mir, wie subjektiv und auch oftmals irreal meine Gedanken sein können.
Das klingt so positiv und gut, die Sache ist nur, dass ich diese Gedanken deshalb noch lange nicht abgelegt habe. Meine beiden Stimme duellieren sich weiterhin um die Gunst meiner Taten und ich werde mich daovr hüten, eine Wette über den Ausgang dieses Kampfes einzugehen.

Ich traue mir nicht und weiß absolut nicht, wer oder was ich bin, was ich wirklich will. Will ich leben? Mit all den Konsequenzen? Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

Heute ist einer solchen Tage, an denen ich auf den Wolken tanze, weil ich den Boden nicht mehr finde. Es geht mir nicht gut und ich fühle mich fremd. Ich fühle mich fremd an und schwach.
Das Feuer der Vergangenheit brennt heute so unfassbar stark in mir und brennt mir unzählige Löcher in mein Herz, die es wieder zu stopfen gelten wird. In mir keimt eine tiefe Traurigkeit auf und ich fühle, wie sich in mir die Tränen sammeln, den Weg zu meinen Augen aber nicht finden.

Obwohl mir gesagt wurde, ich solle mich nicht bestrafen, ich bräuchte kein schlechtes Gewissen haben und ich solle mich lieb haben, hasse ich mich. Mein Selbsthass ist gerade so verdammt riesig und ich kann den Grund dafür einfach nicht finden. Ich bestrafe mich dafür, dass mir etwas gut getan hat und ich kann das nicht ändern. Das ärgert mich und die Ironie daran ist, dass es meinen Hass auf mich noch zu steigern vermag. Warum?

Ich lache gerade über mich und meine Naivität. Es ist lächerlich, wie ich mich aufführe. Es ist zu witzig, wie ich versuche, mich den Schlingen des Todes zu entziehen und kläglich scheitere. Wie sollte es auch anders sein? Ich verabscheue mich gerade und bin so wütend auf mich und meine Ansichten. Wie komme ich darauf, dass ich wichtig sein könnte?

Es ist ein schreckliches Gefühl. Es soll aufhören...

Wolkentänzerin






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