Sonntag, 31. März 2013

Ich mache Schluss!

Es ist aus! Aus und vorbei! Ja, du hast richtig gelesen, ich beende diese Beziehung zu dir.
In der letzten Zeit ist mir immer mehr bewusst geworden, dass ich dich loswerden möchte. Denn ich kann mich nicht frei entfalten, mit dir an meiner Seite.
Es tut mir nicht leid, dich so wegschicken zu müssen, da du mir einfach nicht guttust. Du ruinierst quasi mein Leben.
In der Vergangenheit habe ich schon so viele Dinge und Hobbies für dich aufgegeben, habe mich dir gänzlich hingegeben. Das hört ab sofort auf. Ich werde die Sachen, die mich an dich erinnern, wegwerfen - ich schaffe Platz für jemand anderes.
Sieben Jahre sind gewiss eine wirklich lange Zeit, wir kennen uns seit ich zwölf bin, sind also wirklich eine weite Strecke zusammen gelaufen.
Aber ich möchte dich nicht mehr als Begleiter, du raubst mir meine letzte Kraft, meinen letzten Nerv. Ich bin wirklich ausgebrannt und schlapp. Dabei habe ich so viele wichtige neue Herausforderungen zu meistern, die du übrigens auch alle immer schlecht zu reden weißt. Pack deine Sachen und verschwinde - SOFORT!

Liebe Depression, es ist aus!

Wolkentänzerin

Freitag, 22. März 2013

Spürst du sie?


Deine Seele?

Wolkentänzerin

Sprung

Ich stehe auf der Plattform, schaue fünf Meter hinab in den Abgrund. Hinter mir eine Treppe, die mich sicher auf den Grund zurückführen könnte.
Mein Blick verharrt auf der mir dargebotenen Aussicht. Fünf Meter in den Abgrund hinab. Soll und will ich wirklich springen? Es riskieren?
Meine Angst schnürrt mir die Kehle zu, ich bin gehemmt. Habe ich deshalb keine freie Wahl, keine eigene Entscheidung mehr?
Sollte das so funktionieren? Weil ich Angst habe, habe ich nicht mal mehr eine Wahl? Ich erkunde erneut die Tiefe mit meinen Augen und erkenne, ich kann springen - trotz Angst.
Der Trick liegt darin, sie zwar wahrzunehmen, doch sie nicht weiter zu beachten.

Ich nehme meinen gesamten Mut zusammen und springe. Schnell komme ich dem Boden näher, fühle das Bauchkribbeln, das Adrenalin. Da ist sie wieder, die Sorge. Aber was soll ich jetzt noch tun? Ich bin bereits in der Luft.
Und dann ist es vorbei, ich gleite in das Wasser hinein, spüre die Kälte, die Wellen, die Erleichterung.

Mir ist nichts passiert. Ich habe meine Angst besiegt. Sie hat mich in meiner eigenen Wahlentscheidung somit nicht eingeschränkt. Denn ich habe sie in die Schranken verwiesen - ich lebe auf meine Weise und kann mich quasi selbst bekämpfen.

Angst soll uns bewahren, soll uns vor Gefahren, Verletzungen und Tod bewahren. Aber wenn ich meine eigene Kleinmut überdenke, dann sind diese drei Faktoren nicht immer der Auslöser für dieses Gefühl. Vielmehr ist es meine eigene Erinnerung, die diese Emotion in mir aufkeimen lässt. Eine ähnliche Situation, ein Modell, aus dem heraus sie sich entwickelt hat. Ein Muster, nach dem ich gelernt habe zu handeln.

Natürlich könnte ich sagen: "Naja, sie hat schon einen Sinn. Sie ist nicht ohne Grund hier. Ich behalte sie". Aber so ist es eben nicht: ich bin es leid mit Angstzuständen durch mein Leben wandeln zu müssen, in den banalsten Situationen Furcht empfinden zu müssen. Ich bin es leid, mich dadurch einschränken zu lassen.
Ich möchte endlich stärker sein als diese verdammte Angst.
Jedoch bin auch klug genug, um zu wissen, dass das noch viel Zeit in Anspruch nehmen wird, dass ich noch brauchen werde, bis ich das schaffe. Deshalb bin ich um so dankbarer, dass ich Menschen um mich herum habe, die mir helfen - einfach da sind. Danke!


Wolkentänzerin

Dienstag, 19. März 2013

Entscheidung - nicht meine

Jetzt habe ich alles getan, was ich hätte tun können - vorerst. Die Entscheidung liegt von nun an bei anderen. Mein Leben wird von anderen entschieden. Ein komisches Gefühl. Mir wird immer mehr klar, dass ich nicht im entferntesten frei bin oder es je sein werde. Denn ich werde mein Leben lang angewiesen sein auf die Entscheidugen meiner Mitmenschen.

Das war in meiner Vergangenheit schließlich genauso. Ich habe nicht entschieden, dass meine Eltern sich ständig gestritten haben, mein Vater und meine Brüder gewaltätig waren. Ich habe auch nicht entschieden, dass ich vergewaltig werde. Ich habe nicht entschieden, dass mein bester Freund Suizid begeht. Ich habe nicht entschieden, dass ich in der Schule Jahre lang gemobbt wurde. 

Aber was genau habe ich denn nun wirklich für mich entschieden? Ich habe ausgewählt, wo meine berufliche Zukunft hingehen soll. In welche Richtung ich mich bewegen möchte. Doch auch das war keine freie Entscheidung, eher eine zwanghafte. All die anderen Wege, bzw. der Pfad, den ich mir zurechtgelegt hatte, war für mich nicht mehr zu gehen. Daher musste ein anderer her.
Noch habe ich mich damit nicht abgefunden, denn ich bin wütend. Wütend darüber, dass andere Menschen schuldig sind, dass mein Leben nicht auf meine Weise verlaufen ist.

Ich bin zu lange schon selbstbestimmt und es nervt mich. Einerseits möchte ich endlich auf eigenen Beinen stehen, möchte mich entfalten, mich entdecken und mein Leben anfangen auf meine Art zu leben. Doch ich habe Angst vor dem, was da auf mich wartet. Habe Angst vor erneuter Ablehnung, Verletzung, Schuld.

Wobei das ziemlich dämlich ist, schließlich weiß ich, dass ich gut alleine klar komme, klar kommen musste und muss. Ich bin von klein auf eine Einzelkämpferin gewesen, habe alles versucht mit mir selbst auszumachen. Habe es geschafft meinen Weg, so gut es geht, zu gehen, obwohl mir so einige Hindernisse in die Quere gekommen sind.

Meine Eltern haben sich ein Haus gekauft, in das sie im Juni ziehen wollen. Nur steht dieses Haus nicht hier, sondern viele Kilometer entfernt von meinem Heimatort.
Da es für mich keine Option ist, mitzugehen, stehe ich vor der Aufgabe mir eine Wohnung zu suchen, einen Job, um die Wohnung finanzieren zu können.

Es hat sich so vieles verändert. Zu viel? Ich weiß es nicht. Vielleicht bin ich eine gute Wellenreiterin. Und wenn nicht? Das werde ich sehen, wenn es so weit ist.

Was bleibt, ist das Wissen, dass ich alles Machbare getan habe und die Entscheidung nun nicht mehr meine ist..........ein wirklich schreckliches Gefühl, das mich an schlimme Zeiten erinnert...

Wolkentänzerin

Samstag, 16. März 2013

Wer...


                  ...zum Leben nicht "Ja" sagen kann, der sollte wenigstens sagen: "Naja".




Wolkentänzerin

Dienstag, 5. März 2013

Türme

Wer hohe Türme bauen will, muss lange am Fundament verweilen.
A. Bruckner

Wolkentänzerin