Dienstag, 26. Februar 2013

Und nun?

Ich habe Angst. Sehr große sogar. Ich habe Angst vor der Zukunft, vor dem was da kommen wird. Angst davor, zurück in die alten Muster, in die Starre, in die Wehrlosigkeit zu verfallen.
Glaubte ich schon, ich hätte all das hinter mir gelassen, hätte mein Leben absolut und einwandfrei im Griff. Naja, die Realität sieht leider anders aus.
Doch ich habe gelernt, dass ich daran arbeiten kann und letztendlich auch muss. Habe ich überhaupt eine andere Wahl? Vielleicht, aber diese Wahl möchte ich gar nicht erst in Betracht ziehen. Es soll nicht so werden, wie vor meinem Klinikaufenthalt, das wäre ehrlich gesagt, schrecklich und depremierend - also schrecklich depremierend, wenn wir es auf den Punkt bringen wollen.

Die letzten drei Monate waren gespickt von unendlich vielen wertvollen Erfahrungen. Ich durfte so faszienierende Menschen kennenlernen, Lebensgeschichten hören, die mich bis auf Äußerste betroffen gemacht haben und Momente erleben, die mir so unglaublich viel wert sind.
Ich habe viel über mich gelernt, musste mein Bild über mich verändern, auch wenn mir das noch immer nicht gänzlich gelungen ist, ich schätze, ich bin auf einem guten Weg.

In diesen drei Monaten musste ich auch lernen, dass ich meinen Weg ändern musste und muss. Der bisherige Weg ist mir abgeschnitten worden, bzw. habe ich ihn wohl selbst angeschnitten, erkannt, dass dieser nicht mein Weg ist. Meine Schritte gehen nun in eine komplett andere Richtung. Es fällt mir schwer ihn als meinen neuen gewählten Pfad anzunehmen, habe ich mir doch immer etwas anderes für mich zurechtgelegt gehabt. 

Somit stehe ich jetzt vor der Aufgabe, mir meine Zukunft zu gestalten, etwas zu finden, dass ich gerne tue und etwas, dass mich ausfüllt. Denn auch das habe ich gelernt: diese Leere, die ich empfinde, kann niemand anderes anreichern, als ich selbst.

Die Angst davor erstickt mich förmlich, soll ich aber versuchen, sie bloß hinzunehmen, sie wahrzunehmen und zu wissen, sie ist da, aber mehr auch nicht. Meine Angst mag größer sein, als bei gesunden Menschen, doch soll mich das nicht zu sehr einnehmen oder gar gefangen halten.

Ich möchte frei sein, mich entfalten, auf den Wolken tanzen dürfen...


Wolkentänzerin


Montag, 25. Februar 2013

Der zerbrochene Kugelschreiber

Meine Therapeutin nahm in der letzten Sitzung einen Kugelschreiber in die Hand und sagte: "Wenn ich ihn zerbreche, können Sie ihn wieder zusammensetzen?" Ich überlegte und sagte, mit Hilfe vielleicht. Sie wiederholte ihre Frage einige Male und fügte hinzu, ob es mir denn möglich sei, ihn exakt so wieder zu reparieren, wie er gewesen wäre.
Ich wusste nicht so recht, was ich darauf erwidern sollte und sagte bloß, dass ich ihn bestimmt irgendwie wieder zusammenbauen könnte.
Meine Therapeutin sagte, dass eben genau das mein Problem sei. Ich hätte immer noch die Hoffnung und auch Erwartung, dass mein Leben wieder normal würde, ich wieder normal würde. Doch das wird es nicht.
Ich bin quasi ein zerbrochener Kugelschreiber, der anders aussieht, eine Sollbruchstelle besitzt.  Aus anderen Teilen besteht, als normale Kugelschreiber.
Das einzige, was ich jetzt tun kann, ist lernen damit zu schreiben, ihn anders zu halten, damit er nicht wieder zerbricht.
Aber hey, er schreibt noch! Das ist doch schon mal etwas...

Wolkentänzerin

Mittwoch, 20. Februar 2013

Alles neu!

Mein Leben ist anders. Nichts ist wie vorher. Ist das gut? Ich weiß es nicht. Doch es gibt keinen Weg zurück. Das ist vielleicht der Knackpunkt - ich kann nicht zurück. Es fühlt sich gut an, trotzdem ist da wieder diese wohlbekannte Angst. Die Angst davor, dass wieder etwas Negatives passiert. Eben die Angst, die immer kommt, wenn es mal gut läuft.
Ich soll sie einfach hinnehmen, sie regestrieren, aber mehr nicht.
Es wartet ein großes Stück Arbeit auf mich und niemand hat gesagt, dass es simpel werden wird, denn das, und da bin ich mir sicher, wird es ganz und gar nicht.

Ich nehme die Herausforderung an, denn die Alternative ist keine Alternative mehr - zum Glück...

Wolkentänzerin

Samstag, 2. Februar 2013

Still alive


Well I remember when we were young
And you said that I was done
Well I walked the long boulevard
My head hangin' down
And the word out on the street
I was back up on my feet
I was fighting the same old wars
Had to even up the scores
(Chorus:) And I'm still alive and I will survive
I can take what life's got to give
Just need a little time
And I'm still alive, talkin' that same ol' jive
I can handle what comes my way
Just gimme another day
And the times have changed my friend
I'll be here to the bitter end
With a guitar in my hand
I stand a little taller
And I've been to hell and back
I ain't fallin' off this track
From the back to the front page
From the gutter to the stage
(Chorus:) And I'm still alive and I will survive
I can take what life's got to give
Just need a little time
And I'm still alive, talkin' that same ol' jive
I can handle what comes my way
Just gimme another day

And from town to town I roam
Take me so very far from home
And I woke up one summer day
And I fell in love
And the times have changed my friend
I'll be here to the bitter end
And I'm here to make my stand
With a guitar in my hand
(Chorus:) And I'm still alive and I will survive
I can take what life's got to give
Just need a little time
And I'm still alive, talkin' that same ol' jive
I can handle what comes my way
Just gimme another day

Wolkentänzerin