Samstag, 1. Dezember 2012

Unfähig

Nachdem ich Mittwoch bei meinem Therapeuten war, bin ich nun offiziell für "schulunfähig" erklärt worden. Nichts ging mehr, meine Kraft ist völlig ausgeschöpft und mir fällt jeder Handgriff, jeder Schritt einfach nur noch schwer.

Donnerstag geht es los, langsam sollte ich meine Koffer packen. Noch bin ich mir unschlüssig, ob ich meinen Pc als Inventar hinzufügen sollte, habe ich nämlich eigentlich den Plan wirklich zur Ruhe zu kommen. Wobei mir das Schreiben immer sehr viel bringt, mir dabei hilft, meine Gedanken zu sortieren und auch einfach einmal rauszulassen.
Um diese Frage eindeutig zu beantworten, werde ich mir wohl eine Pro- und Kontraliste anfertigen müssen. Mal sehen, was dabei rauskommen wird.

Bisher habe ich den Gedanken an diese zwei vor mir liegenden Monate erfolgreich in eine Ecke verschoben, aber allmählich wird mir bewusst, dass der Countdown läuft und ich mich nun endlich darauf vorbereiten sollte.

Es ist das sprichwörtliche "lachende" und das "weinende" Auge. Ich kenne meine Optionen sehr gut und weiß auch, was für mich das Beste wäre. Gerade das ist wohlmöglich das, was mich derzeit etwas beruhigen kann und mich davon abhält, die Wände hochzuklettern, auch wenn, ich das in der letzten Zeit schon einige Male bin.

Das Fazit also? Meine Tage sind gezählt, zumindest die Zuhause. Die Anspannung steigt und ich versuche irgendwie klar zu kommen, also alles wie immer.

Wolkentänzerin

Kommentare:

  1. Ich wünsche Dir bis dahin, dass Du die Zwischenzeit einigermaßen gut überstehst.
    Eine völlige Auszeit, auch ohne PC, wäre sicher gut. Aber wie Du sagst, das ist schwer, wenn man gewohnt ist, sich an seinen aufgeschriebenen Gedanken zu spiegeln.
    Du könntest ja vielleicht auch in Heften schreiben.

    Liebe Grüße, Tamaro

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  2. Liebe Wolkentänzerin, hast du das Gefühl, dass dir das Schreiben erleichtert, mit deiner Situation umzugehen? Oder würdest du eher sagen, dass es an deiner Lage nichts Wesentliches ändert? Schreiben kann dir helfen, es kann dich aber auch behindern, wenn du es nicht schafft, nichts Destruktives zu schreiben - aber selbst das scheint manchmal einfach nötig zu sein, um sich nichts vorzumachen.

    Ich wünsche dir viel Kraft und den Umgang mit Menschen, denen du vertrauen kannst!



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  3. Hallo Wolkentänzerin,
    die Psychotherapie soll dir dabei helfen, gewohnte Pfade verlassen und etwas in deinem Leben ändern zu können. Dass du dich dafür entscheiden konntest, war der erste Schritt. Aber Veränderung tut weh. Ich empfehle dir, den PC zu Hause zu lassen, schon wegen der Diebstahlsgefahr und -versuchung. So weit ich es erlebt habe, waren PCs auf Therapiestationen ohnehin nicht erlaubt. Aber gerade in dieser Zeit hatte ich ein übergroßes Bedürfnis zu schreiben. Ich rate dir deshalb zum guten alten Tagebuch. Papier und Bleistift sind immer erlaubt.
    Allerdings frage ich mich gerade, ob du die Therapie nicht verschieben und dich zunächst einige Wochen auf einer Akutstation erholen solltest. Eine Therapie wird dich viel Kraft kosten und die scheinst du grad nicht zu haben. Eine weitere Überforderung wäre die Folge und das bringt dich nicht weiter. Besprich das vorher lieber nochmal mit deinem Psychiater.
    Alles Gute für die nächsten Tage!

    Frank

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  4. Wenn dich das Schreiben erleichert könntest du auch einfach "Buch" führen ohne PC - quasi ein Tagebuch oder sowas?

    Dann kannst du deine Sachen aufschreiben :)

    Ich wünsch dir auf alle Fälle viel, viel Glück

    Liebe Grüße
    Björn :)

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    1. Ja, ich denke, das werde ich auch tun :) Habe mir schon ein Buch in den Koffer gepackt :)

      Danke, für deine Wünsche, das ist sehr lieb von dir :)

      Liebste Grüße und einen warmen Herzenstrahl zurück
      Wolkentänzerin :)

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  5. Ach Wolke, ich bewunder dich für deinen Mut. Ich wünsch dir alles alles Liebe & Gute!

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