Donnerstag, 8. November 2012

Klinikaufenthalt

Ich habe mich dazu entschieden, in eine Klinik zu gehen; helfen mir andere Möglichkeiten nicht mehr ausreichend, um mich auf der Erde, mich stabil zu halten.

Offen gestanden, mir graut vor der Klinik, weiß ich schließlich nicht, was mich erwarten wird, welchen Menschen ich begegnen werde, doch weiß ich auch, dass dies meine letze Chance ist, um mein Leben endlich auf die Reihe zu bekommen.
Erfolgsbilanz? Das wird sich wohl herausstellen müssen. Mein letzter Halt und meine letzte Überlebensmöglichkeit. So bitter das auch klingen mag, es ist leider meine Realität.

Die Krankheit hat mich bis zur Gänze in Beschlag genommen, ein normales alltägliches Leben scheint in weiter Ferne zu liegen.
Beschämend, wenn ich darüber nachdenke. Ich finde es außerdem zu tiefst beschämend, dass ich überhaupt die Lösung Klinik ergreifen muss, habe ich doch auf Deubel komm raus versucht, es ohne zu schaffen, mich an meinen eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen.

Ich gebe nicht gerne zu, wie es wirklich um mich steht, mache ein Geheimnis aus meinen wahren Gefühlen und empfinde Scham, wenn ich bekennen muss, dass ich am Ende meiner Kräfte bin.
 Akzeptieren kann ich mich selbst nicht mehr und empfinde negative Gefühle an den Gedanken meines eigenen Versagens. Ja, manche mögen es nicht als solches ansehen, denken nicht, ich hätte versagt, doch sehe ich das so. Für mich habe ich gefehlt - mal wieder.

Meine Angst festigt sich, je realer und wirklicher der Gedanke und das Vorhaben Klinik wird. Ich habe Montag in einer Woche ein Gespräch, alles Nötige soll geklärt werden. Der Gedanke daran, versetzt meinem Herzen jetzt schon einen Schlag und mir graut davor.
Ich bin dort allein, muss mich intensiv mit mir auseinander setzen und kann nicht mehr vor mir fliehen, kann mir meine Welt nicht mehr schön reden und mich selbst belügen - was wahrscheinlich auch der Sinn des Konzeptes Klinik ist.

Wahrlich, ich habe gemischte Gefühle und vor allem panische Angst. Doch ist es mein letzter Finger in Richtung Leben und lebendiger Erlösung.


Wolkentänzerin

Kommentare:

  1. Tja, man weiß nicht, was einen erwartet. Das macht mir auch Sorgen. Seltsam, denn ich habe einen Aufenthalt in einer Traumaklinik beantragt.
    Grade gestern erst.

    Wölkchen, ich wünsche Dir alles Gute, dass die Klinik gut ist, dass die Ärzte was taugen, dass Du Hilfe findest, dass es Dir besser geht. Ich werde jeden Tag an Dich denken. Schau abends aus dem Fenster, - vielleicht fliegt ja ein Drache vorbei und winkt Dir zu! ;=)

    Liebe Grüße vom irren Drago

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  2. Liebes Wölkchen,
    auch wenn wir uns nur vom Blog-Zug her bekannt sind, so wünsche ich Dir nichtsdestotrotz von ganzem Herz den Mut und die Kraft es als Chance zu sehen und diese zu nutzen. Ich will hier nun keine klugen Sprüche ablassen, oder Dir einen Rat geben, denn ich kenne Dich und dein wahres ICH ja nicht. Ich hoffe nur, dass Du jetzt auf keinen Fall aufgibst. Ich möchte noch oft Quellwolken, Gewitterwolken, Regenwolken, Schönwetterwolken und Schäfchenwolken sehen - von Dir ;o)

    ♥-liche Grüße, Lill (Hus Finch)

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  3. Das ist gut, dass Du Dich dazu entschlossen hast.
    Doch allein wirst Du dort nicht sein, denn Du triffst auf andere und auf Menschen, die Dir zu helfen versuchen.
    Ich wünsche Dir dafür alles Gute.

    Vielleicht erfahre ich ja noch von Dir, wann es so weit sein wird.

    Liebe Grüße, Tamaro

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  4. Liebe Sally,

    es betrübt mich zu lesen, dass es dir so schlecht geht. Klar, ich kenne dich nicht und bin ein Fremder, doch verfolge ich deine Reise nun schon ein wenig mit.

    Ich drücke dir alle Daumen der Welt, dass es dir bald besser geht und du fest mit beiden Beinen auf dem Boden stehen kannst.

    Viel Glück und denk immer daran da draußen sind Menschen die an dich Glauben und die in Gedanken bei dir sein werden.

    Wenn dir die Kraft fehlt schau einfach hinauf in die Wolken und du kannst gewiss sein, dass sie meine besten Wünsche dir überbringen und wenn ich könnte würden sie dir Kraft schicken um alles zu bestehen.

    Alles erdenklich Liebe auf der Welt wünsch ich dir Traumtänzerin, genannt Wolke

    Liebe Grüße

    Björn :-)

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  5. Liebes Wölkchen,

    selbst in einem tiefen Loch steckend drück ich dich ganz doll und hoffe, dass du all die benötigte Hilfe und Zuwendung bekommst und wir bald wieder "Bla's" und "Blubb's" miteinander austauschen können.

    *vieleknuddlerzudirschick*
    Kat

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  6. Liebe Wolkentänzerin,
    ich finde es gut, dass du dich zu einem Klinikaufenthalt entschlossen hast. Und ich verstehe deine Ängste. Da nützt es auch nicht, zu sagen, sie seien unbegründet. Angst ist eben Angst.
    Du wirst dort auf Menschen treffen, die dich verstehen. Und glaub mir, es wird dir gefallen. Am Ende der Zeit wirst du Angst davor haben, wieder nach Hause zu müssen. Du verbringst deshalb sogenannte Erprobungswochenenden zu Hause. Du bekommst die Möglichkeit, dich selbst kennen zu lernen, zu entdecken, was alles in dir steckt - an Last aber auch an Ressourcen.
    Ich wünsche dir alles Gute und dass du alsbald einen Aufnahmetermin bekommst.

    Frank

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  7. Ich drück dir so sehr die Daumen.

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  8. Es ist bestimmt die richtige Entscheidung, lass dir bitte helfen und ich wünsche dir, dass du lernst dich zu verstehen und anzunehmen.

    Fühl dich gedrückt und: Du schaffst das und du brauchst keine Angst zu haben.

    LG

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  9. Mutiger Schritt! Sicherlich in die richtige Richtung (: alles Gute!

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  10. Mutiger Schritt! Sicherlich in die richtige Richtung (: alles Gute!

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  11. Ich wünsche Dir auch alles Gute und es ist ein richtiger Schritt, denn dort kann viel bewältigt und verarbeitet werden und es wird einem geholfen. Angst brauchst Du keine haben, denn da sind auch viele Gleichgesinnte und unter solchen fühlt man sich bekanntlich auch ganz wohl.

    Alles Liebe!

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  12. Du kannst es schaffen, und wie du siehst, gibt es hier auch viele, die an dich glauben. Auch ich!

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