Mittwoch, 24. Oktober 2012

Belastungsgrenze

Wo liegt deine Belastungsgrenze? Hast du überhaupt mal darüber nachgedacht? Weißt, ab wann es genug ist und du aufhören musst?

Ehrlich gesagt, habe ich bisher nie darüber nachgedacht, habe meine Vergangenheit aufgerollt, angefangen über sie zu reden und mir dabei nie bewusst gemacht, dass ich eine Belastungsgrenze habe.

In der Therapie hat mir mein Psychologe erklärt, dass viele Themen die Belastung ansteigen lassen können und diese schnell ins Unerträgliche rutschen kann. Erst da ist es mir aufgefallen, wie sehr mich doch Geschehnisse der Vergangenheit aufwühlen und oft auch gänzlich aus der Fassung bringen. Ich drifte ab in eine andere Welt, nicht vergleichbar mit dieser realen Welt, nein, sie ist einfach anders. Dann tauche ich in sie hinein und bin nur äußerlich anwesend. Ich sehe die vielen Sitautionen, die eine Therapie erst nötig gemacht haben und bin unfähig, mich daraus zu befreien.
Ein Resultat daraus, dass meine Belastungsgrenze überschritten wurde.

Damit das nicht passiert, oder sagen wir mal, damit das etwas weniger oft vorkommt, muss ich meiner Belastung zwischendurch eine Zahl zwischen 1 und 10 zuordnen, wobei 10 eine unerträgliche Belastung bedeutet.
Dazu soll ich noch ausdrücken, was ich in den Momenten fühle und wie mein Körper auf die Belastung reagiert.

Ich übe mich also darin meine Belastungsgrenze kennenzulernen. Doch habe ich dich böse Vermutung, dass ich sie absichtlich übertreten werde und Dinge provoziere, damit sie anschließende ihren unausweichlichen Weg gehen...


Wolkentänzerin

Kommentare:

  1. Hallo, Wölkchen,

    ich verfahre nach genau demselben Prinzip. Auch auf Anraten meiner Therapeutin. Denn wenn ich merke, dass ich in den Bereich von 8 oder darüber komme, muss ich mich in meinen "safety room" beamen, sonst überrollen mich die ereignisse und gefühle von "damals". Und das Leben in zwei parallelen Welten ist aufreibend, anstrengend und belastend. Ich wünsche Dir, dass es gelingen mag, die Belastungen zu verringern, die Grenzen zu verschieben. Auch wenn wir zwischendurch immer mal wieder "abstürzen", - stets aufs Neue starten!

    Liebe Grüße vom
    irren Drago

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  2. Das Überschreiten der Belastungsgrenze war auch für mich ein Grund, die Therapie erst einmal zurück zu stellen. Aber irgend wann muss ich mich einigen Fragen meines Lebens noch einmal stellen. Ich verstehe, was du meinst und finde es gut, dass du in der Lage bist, deine Belastung zu regulieren. Ich lebe noch viel zu sehr in meinem Schwarz-Weiß-Denkmuster, entweder - oder, dazwischen gibt es nicht viel.

    http://www.was-ist-depression.net

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