Donnerstag, 16. August 2012

Wie Alice im Wunderland

Ich bin in eine Welt gestolpert, die mir so fremd erscheint; ich habe hier keine Orientierung, weiß nicht was ich tu.
Manche reden davon, ich hätte einen Auftrag, doch mir scheint, als würden sie sich irren. Ich bin nicht die, für die sie mich halten.
Ich bin doch bloß in diese beängstigende Welt hineingestolpert. Warum bin ich hier?

Auf meinem Weg begegne ich vielen, deren Wesen sich mir nicht recht erschließen wollen. Sie reden, meiner Auffassung nach, wirr, ihre Aussagen haben keinen Sinn. Doch sie sind glücklich damit. Sie genießen ihr schlichtes einfaches Leben in vollen Zügen. Beneidenswert.
Ich treffe Menschen mit einer gewissen Priese Wahnsinn und ich schließe mich ihnen an. Eine Priese Wahnsinn hilft mir, in dieser verrückten Welt zurecht zu kommen, zumindest etwas.

Mein größtes Problem ist, dass ich nie die Gestalt habe, die passt. Ich bin zu groß oder zu klein, doch nie passe ich einfach mal. Ich verändere meine Gestalt, um meinen wunderlichen Weg weitergehen zu können. Warum ich das tue, das weiß ich nicht genau. Am Ende weiß ich nicht mal mehr, welche Ursprungsgestalt ich hatte, wie groß oder klein ich gewesen bin. Ich habe es, durch das andauernde Verändern, vergessen.

Naja und dann muss ich mich noch mit einer intreganten Königin auseinandersetzen, die mich nicht in dieser Welt haben will. Die auch denkt, dass ich hier falsch sei und mich am liebsten mit in ihr finsteres düsteres Reich nehmen möchte. Einer meiner Wegbegleiter ist schon ein Opfer ihrer schicksalhaften Machtführung geworden.

Aber vielleicht, ja ganz vielleicht, werde ich es eines Tages schaffen, den Jabberwocky zu besiegen und die Welt, die ich bis dahin hoffentlich meine nenne, von diesem Schrecken zu erlösen.
Wahrscheinlicher ist jedoch, dass ich eines Tages aufwache und dieser Welt gänzlich entronnen bin...

Wolkentänzerin




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